Deutschland: Staatsanwaltschaft will Ermittlungen gegen TÜV Süd zur Dammbruch-Katastrophe in Brasilien in wenigen Monaten abschließen
"Jahre nach Dammbruch-Katastrophe: Ermittlungen vor Abschluss", 12. Mai 2026
Eine Tochtergesellschaft des TÜV Süd erteilt einem brasilianischen Staudamm Standsicherheit. Monate später bricht der Damm, mindestens 270 Menschen sterben. Haben deutsche TÜV-Mitarbeiter mit Schuld?
Die Münchner Staatsanwaltschaft will ihre Ermittlungen zur Dammbruch-Katastrophe im brasilianischen Brumadinho in wenigen Monaten abschließen - das wären knapp acht Jahre nach dem Unglück mit mindestens 270 Todesopfern. Die Ermittlungen seien sehr weit vorangeschritten und könnten voraussichtlich Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres abgeschlossen werden, teilte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde mit. Zuvor berichteten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“...
Die Münchner Staatsanwaltschaft betonte, das Verfahren von Anfang an mit hoher Priorität betrieben zu haben. Es handle sich um ein äußerst umfangreiches und komplexes Verfahren. „Der Hauptteil der maßgeblichen Beweismittel befand sich in Brasilien und musste im Wege langwieriger Rechtshilfe von den brasilianischen Behörden angefordert werden.“ In München läuft außerdem ein Zivilverfahren, bei denen Angehörige der Toten Schadenersatz vom TÜV Süd fordern...